Ein wunderbarer kleiner Anfang, wenn eine Frau erfährt, dass sie
schwanger ist!
So heißt das für sie und Ihren evtl. Partner viel Neues gemeinsam
erleben und genießen!
Keine werdende Mutter will nun die Chance verpassen, für die eigene
Gesundheit und die des Babys vorzusorgen.
Einige Vorsorgeuntersuchungen finden nun Anwendung, um Sicherheit
und optimalen Schutz für Mutter und Kind zu erzielen.
So finden auch die verschiedenen Prophylaxemaßnahmen für die
Zahngesundheit in der Zahnarzt-Praxis bei Ihnen Anwendung, um von
Anfang an Risiken zu vermeiden.
So ist für unser Gesundheitsteam eine umfangreiche Anamnese von
Bedeutung, um Einblicke zu bekommen, ob bei Ihnen z.B. Übelkeit
besteht, Sie Appetit auf bestimmte Nahrungsmittel haben, welches
Mineralwasser sie bevorzugen und welcher Gynäkologe Sie betreut (um
evtl. Rücksprachen mit ihm zu führen).
Stellt sich bei Ihnen die Frage, ob Sie Medikamente bei
Zahnschmerzen einnehmen dürfen, fragen Sie uns und wir geben Ihnen
Auskunft.
Zumal die damalige These: „Ein Kind ein Zahn“ in der heutigen Zeit
nicht mehr gebräuchlich ist.
Jedoch kommt es durch die Umstellung Ihres Hormonhaushaltes zu
Durchlässigkeitsveränderungen der Gefäße und zur Auflockerung des
Bindegewebes. Somit ist der Entzündungsgrad Ihres Zahnfleisches
erhöht und
plaquebedingte Infektionen verstärken sich. (Durch den
konzentrierten Östrogen- u. Progesteron- Anstieg, welches eine
immunsuppressive Wirkung hervorrufen kann).
Von daher ist es wichtig eine PZR vorzunehmen und sehr
empfehlenswert, dass Sie alle 6-8 Wochen zur prophylaktischen
Politur ihres Zahnfleisches kommen.
Suchen Sie uns regelmäßig auf, können wir persönlich weitere
Informationen in punkto Ernährung, etc. geben und die sich Ihnen
stellenden Fragen beantworten.
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Die werdende Mutter
Folgende Ernährungsberatung möchten wir Ihnen mitteilen, da der weibliche Körper gerade jetzt
hohen Anforderungen gerecht werden muss.
Ihre Ernährungsweise und Lebensgewohnheiten bestimmen ihre eigene
Gesundheit und die ihres Kindes.
So stellt sich die Frage, ob bei Ihnen Übelkeit besteht oder ob Sie
sich sogar übergeben müssen?
Ist dies der Fall, ist darauf zu achten, dass sie nach dem
Übergeben keinesfalls die Zähne putzen, da die von der Magensäure
angelösten Schmelzanteile „weggeputzt“ werden könnten.
So soll erstmal nur das Spülen des Mundes mit Wasser und/oder mit
einer Mund-Spülung erfolgen. Gerne kann auch ein xylithaltiges
Kaugummi Anwendung finden.
Gegen die eigentliche Übelkeit ist ein langsames Aufstehen von
Bedacht, wo Sie, dann die schon abends vorbereiteten Knäckebrote,
Zwieback und verträglichen Tees zu sich nehmen können.
Ingwerprodukte helfen Ihnen ebenfalls gegen die Übelkeit. Besteht
Sodbrennen ist ein ½ Teelöffel Senf in Betracht zu ziehen.
Es sei vor der Meinung gewarnt, dass sie nun für zwei essen müssen.
Es besteht jedoch ein beträchtlicher höherer Bedarf an einzelnen
Nährstoffen:
- Proteinen (ab dem 4. Monat 58g / Tag)
- Vitaminen (600 mikrogramm Folsäure gegen eine Frühgeburt, fetale Wachstumsverzögerungen und Neuralrohrdefekten B- Vitamine => Mehrbedarf 20-60 %).
- Mineralstoffen (Eisen. Calcium => ein Mangel hiervon kann vorzeitige Wehen auslösen)
- Spurenelemente
Der Anteil der Kohlenhydrate an der Energiemenge sollte mehr als
50% betragen, da ein Wechselspiel von dem Blutzuckerspiegel besteht
und somit eine komplexe Kohlenhydrataufnahme (wie z.B.
Vollkornprodukte) wichtig ist. Denn es erfolgt ein erhöhter
Glucosetransport zum Fetus.
Der energetische Mehrbedarf ab dem 4. Monat beträgt 300 kcal pro
Tag (2200 kcal/Tag).
Proteine sind wegen ihrer Multifunktion wichtig und diese finden
sie besonders in:
Ei, Fleisch, Milcheiweiß, Fisch, pflanzliches Eiweiß
Findet hiervon zu wenig Anwendung, kann es zu Mangelerscheinungen
bei Ihnen und auch ihrem Ungeborenen kommen.
Fett sollte trotz des leicht erhöhten Energiebedarfs zurückhaltend
verwendet werden. So sollten während Ihrer Schwangerschaft nur
25-35% der Tagesenergie über Fett aufgenommen werden. Je magerer
ein Stück Fleisch (Geflügel) und (Kaltwasser-) Fisch, desto höher
der Proteinanteil.
Meiden Sie bitte:
- Lebensmittel mit überwiegend leeren Kalorien, wie Zucker, Weißmehl, Kuchen, Süßwaren, Softdrinks und ersetzen Sie diese durch Vollkornprodukte, Müsli, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Salat. Ballaststoffe fördern die bei vielen Schwangeren erschwerte Verdauung.
- Rohes Fleisch, wie Tartar, Hackepeter, halbfertige Steaks, aufgrund der Gefahr von Toxoplasmose. Das heißt für sie, dass sie ihr Fleisch gründlich Durchbraten oder kochen sollten. Weitere Bakterienübertragung: besonders durch ungewaschenes Gemüse und Obst oder durch Katzenkot.
- Leber, da es zuviel Vitamin A enthält und es leider zu Fehlbildungen ihres Fetus führen kann.
- Rohmilch und Rohmilchkäse, da diese entsprechende Bakterien enthalten, die Schädigungen bei ihrem Ungeborenen hervorrufen können
- Alkohol und stattdessen Kräuter-, Himbeer-, Früchte-Tees, Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte und Gemüsesäfte bevorzugen.
- Kaffee und schwarzen Tee, da koffeinhaltig, bitte nur in Maßen oder ganzmeiden, da diese die Eisenaufnahme verhindern können.
Vitamine, lebensnotwendige Schutz- und Regelstoffe, müssen während
der Schwangerschaft mit der Nahrung in erhöhtem Masse zugeführt
werden. Eine ausgewogene Ernährung, bestehend aus tierischen und
pflanzlichen Nahrungsmitteln, gewährleistet die Bedarfsdeckung an
Vitaminen. Mineralstoffe und Spurenelemente als essentielle Bau-
und Reglerstoffe müssen in stark erhöhtem Masse zugeführt werden.
Eine mangelnde Versorgung mit diesen Stoffen führt u. a. zu
Störungen des Gewebestoffwechsels und kann Schäden bei Ihnen und
ihrem werdenden Kind verursachen. Grundsätzlich gilt die
Empfehlung, mehrere kleine Mahlzeiten wenigen großen vorzuziehen.