Sie sind hier :
  1. Aktuelles-3

Aktuelles für Ihre Zahngesundheit

Prophylaxe beginnt bereits im Mutterleib

Blutet ihr Zahnfleisch nach dem Zähneputzen? Oder wird ihnen schon beim Gedanken an die Zahnpasta schlecht? Die Veränderungen in der Schwangerschaft haben Einfluss auf den gesamten weiblichen Körper – und damit auch auf die Zähne und das Zahnfleisch... weiter

Was sind eigentlich Erosionen?

Neben Karies macht eine neue „Zahnkrankheit“ von sich Reden, die bei Zahnärzten immer häufiger Sorgenfalten auslöst: Zahnerosionen... weiter

Wenn der Hund riecht aus dem Mund...

Auch Hunde leiden an Mundgeruch – und dann meistens auch ihre Herrchen und Frauchen ... Im Unterschied zum Menschen sind bei Hunden jedoch nicht die Zunge der Bakterienherd, sondern ausschließlich die Zahnfleischtaschen... weiter

Juice PLUS+ für uns und unsere Vitalität

Um dem Organismus das zu geben, was er braucht, ist heute allgemein bekannt und wissenschaftlich... weiter

Prophylaxe beginnt bereits im Mutterleib

Rund und gesund auch im Mund:

Blutet ihr Zahnfleisch nach dem Zähneputzen? Oder wird ihnen schon beim Gedanken an die Zahnpasta schlecht? Die Veränderungen in der Schwangerschaft haben Einfluss auf den gesamten weiblichen Körper – und damit auch auf die Zähne und das Zahnfleisch. Und dass sich über Geschmack – speziell in der Schwangerschaft – streiten lässt, ist ja allseits bekannt....

Zahnfleischbluten und –entzündungen gehören häufig zu den unangenehmen Begleiterscheinungen einer werdenden Mutter. Auch Mundschleimhauterkrankungen und sogar –geschwülste können mit Zunahme des Bauchumfangs verstärkt auftreten. Der grund hierfür liegt in einem erhöhten Östrogenspiegel – mit den Folgen:

  • Die Schleimhäute sind stärker durchblutet und erweitert,
  • das Bindegewebe ist aufgelockert und durchlässiger für schädliche Bakterien,
  • das Zahnfleisch wird weicher und schwillt an.


Dadurch kann es vor allem vom dritten Schwangerschaftsmonat an vermehr zu Wucherungen des Zahnfleisches kommen. Diese so genannten Schwangerschaftsepulitiden werden hauptsächlich durch die hormonellen Faktoren hervorgerufen, aber auch eine lokale Reizung des Zahnfleischsaums ( z.B. durch harten Zahnstein oder überstehende Kronenränder ) kann die Krankheit auslösen. Inder zweiten Hälfte der Schwangerschaft ( vornehmlich im fünften und achten Monat ) kann zudem eine Schwangerschftsgingivitis auftreten. Erste Anzeichen für diese häufig recht schmerzhafte Mundschleimhautentzündung sind Zahnfleischbluten, Schwellungen ( Ödeme ) und starker Mundgeruch.

Üben sie keinen Druck auf ihr Zahnfleisch aus

Wenn die werdende Mutter nun noch eine harte Zahnbürste verwendet oder scharfe Speisen zu sich nimmt, führt dies schnell zu weiteren Blutungen und Verletzungen. Zur Zahnfleisch-schonenden Mundhygiene empfiehlt sich für Schwangere daher eine weicher Zahnbürste mit mikrofeinen Borstenenden, die es in jeder gut sortierten Apotheke gibt.
Doch auch die Zähne können von dem freudigem Ereignis in Mitleidenschaft gezogen werden, denn in der Schwangerschaft nimmt auch das Kariesrisiko zu. Der Grund: Durch die besonderen hormonellen Bedingungen und den erhöhen sich auch der Säuregehalt und die Menge des Speichels. So verliert die Mundflüssigkeit u. a. ihre antibakterielle Wirkung, wodurch die Entstehung von Karies begünstigt wird.

Wenn sich durch mangelnde Mundhygiene dann noch aggressive Bakterien am Zahn und am Zahnfleischsaum anlagern können, kann dies letztlich zu einer schweren Parodontitis mit Zahnverlust führen. Die schlimmste Folge: Unbehandelte Zahnbetterkrankung können das Risiko einer Frühgeburt um mehr als das Siebenfache erhöhen, wenn auch die wissenschaftlichen Zusammenhänge noch nicht gänzlich erklärt sind.

Mineralstoffe sind wichtig - für Mutter und Kind

Eine optimale Mundhygiene dient jedoch nicht nur den Zähnen der werdenden Mutter, sie schützt auch die Zahngesundheit des künftigen Kindes. Denn die Basis für eine gesunde Gebissentwicklung wird bereits im Mutterleib geschaffen. So werden schon in der achten bis zehnten Schwangerschaftswoche die weichen Knospen der späteren 20 Milchzähne angelegt. Auch deren Aushärtung zum späteren Zahnschmelz erfolgt noch im embryonalen Stadium.

Ebenfalls noch vor der Geburt beginnt die Einlagerung von Mineralstoffen in die Zähne. Eine ausgewogene Ernährung der Mutter mit ausreichend Kalzium und Phosphat sowie den Vitaminen A, C und D für die späteren Zähne des Kindes deshalb besonders wichtig. Dabei sollte man stets bedenken: Gerade die bei Schwangeren so beliebten kleinen süßsauren Zwischenmahlzeiten können die Kariesanfälligkeit erhöhen.

Wollen sie schwanger werden oder sind es bereits? Dann denken sie auch bei der Mundhygiene von vornherein für zwei: Mit einem Zahnarzttermin in der Schwangerschaft wird auch der Grundstein für gesunde Kinderzähne gelegt!